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Neufassung der POP-Verordnung veröffentlicht

Als persistente organische Schadstoffe (Persistent Organic Pollutants, POP) bezeichnet man chemische Verbindungen, die in der Umwelt nur sehr langsam abgebaut oder umgewandelt werden. Bereits im Jahr 2004 wurde die Verordnung (EG) Nr. 850/2004 über persistente organische Schadstoffe – kurz POP-Verordnung – mit dem Ziel veröffentlicht, den Schutz der Umwelt und der menschlichen Gesundheit zu verbessern. Seitdem wurde die Verordnung bereits mehrmals überarbeitet. Da nun erneut Änderungen anstanden, hat sich die EU dazu entschlossen, die Verordnung komplett neu zu fassen.

Die Neufassung ist am 25. Juni 2019 im Amtsblatt der EU erschienen: Verordnung (EU) Nr. 2019/1021. Änderungen gab es unter anderem auch im Anhang I. Dieser betrifft Substanzen, die in Stoffen, Gemischen und Erzeugnissen verboten sind. So lag etwa der Grenzwert für die Flammschutzmittel Tetra-, Penta-, Hexa- und Heptabromdiphenylether in Stoffen, Gemischen und Erzeugnissen bisher bei 10 mg/kg. In der Neufassung gilt dieser Grenzwert nur noch für Stoffe. Neu hinzu kommt außerdem Decabromdiphenylether. Für Gemische und Erzeugnisse gilt nun ein Summengrenzwert über alle in Anhang I gelisteten polybromierten Diphenylether von 500 mg/kg.

Neu in Anhang I aufgenommen wurden außerdem Pentachlorphenol sowie seine Salze und Ester. Ein Grenzwert ist leider nicht definiert. Erlaubt sind jedoch weiterhin unbeabsichtigte Spurenverunreinigungen.

Die neue Fassung der Verordnung ist am 15. Juli 2019 in Kraft getreten.

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