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ECHA fordert weitere Beschränkung von Formaldehyd

Formaldehyd kommt unter anderem bei der Produktion von Holzwerkstoffen, als Desinfektionsstoff in Reinigungsmitteln oder Bestandteil von Klebstoffen und Textilien zum Einsatz. Der Stoff gilt als krebserregend, erbgutverändernd und kann aufgrund seiner ätzenden Wirkung bei Kontakt Hautirritationen hervorrufen. Die europäische Chemikalienagentur ECHA ist der Meinung, dass die bisherigen Beschränkungen für Formaldehyd, das aus Verbraucherprodukten freigesetzt wird, nicht ausreichen. In ihrem „Restriction Report“ über Formaldehyd und Formaldehydabspalter, der am 11. Januar 2019 veröffentlicht wurde, schlägt die ECHA daher eine gesetzliche Neuregelung vor.

Demnach soll es künftig verboten sein, Artikel auf den Markt zu bringen, sofern das freigesetzte Formaldehyd einen Grenzwert von 0,124 mg/m³ überschreitet. Die Messung der Formaldehydfreisetzung soll entsprechend der Norm EN 717-1 erfolgen. Ausgenommen werden sollen Artikel, die unter die neue Regelung 2018/1513 für CMR-Stoffe in Bekleidung, Schuhen und anderen Textilien fallen. Für diese Artikel tritt bereits am 1. November 2020 ein Grenzwert für den Gesamtgehalt an Formaldehyd von 300 mg/kg in Kraft, der ab dem 1. November 2023 nochmals auf 75 mg/kg absinkt. Ebenfalls nicht betroffen sind Artikel, in denen Formaldehyd oder Formaldehydabspalter als Biozid nach Verordnung 528/2012 eingesetzt werden.

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